N ORTHERN T ERRITORY
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Yulara Village
Yulara Village
gehört zum Uluru National Park und beinhaltet einen
schönen Campingplatz, auf dem wir für 3 Tage einen Wohnwagen gemietet
hatten.
Es war schon etwas gruselig dort, denn der Weg zu den
Duschräumen war nicht sehr hell erleuchtet.
Nachdem wir uns eingerichtet
haben und es noch nicht dunkel war, ziehen wir los um die Gegend zu erkunden.
Ein mit rotem Sand bedeckter Weg führt zum Zentrum des Dorfes. Wir kommen
am Imalung-outlook vorbei, einer kleine Anhöhe, und haben von dort einen
wundervollen Ausblick über das Land, welches absolut flach und mit rotem
Sand bedeckt ist. Man kann hier wirklich sehen, dass die Erde rund ist. Man
kommt sich vor, als ob man genau in der Mitte steht. Von dort können
wir Ayers Rock
sehen. Dieser Anblick ist gigantisch,
wie der Fels in Ruhe und Frieden da vor uns liegt.....gross, stark, das Symbol
Australiens, Eigentum der
Aborigines.
Wir setzen uns auf eine Bank und
lauschen den Stimmen der Tiere und Insekten.
In aller Ruhe werden wir Zeuge
des Schauspiels der langsam sinkenden Sonne, welche eigentlich hinter uns
untergeht, so dass wir Ayers Rock beobachten
können. Der Berg verfärbt sich langsam in den schönsten Farben.
Plötzlich hat er eine leuchtend orange Farbe, die an Intensität
ständig zunimmt. Wir drehen uns um und sehen die Sonne gerade am Horizont
verschwinden. Genau in diesem Moment leuchtet Ayers Rock in einem grellen
Orange, welches sich in ein goldenes Rot verwandelt, dann mehr und mehr Braun
und immer dunkler wird. Es ist ein Naturschauspiel ohnegleichen. Die Grillen
zirpen während wir den aufsteigenden Mond schon sehen können; der
Himmel wird immer dunkler.
Die ersten Sterne stehen am Himmel und ich
fühle Passion und eine tiefe Ruhe tief in mir.
Nach diesem Spektakel gehen wir
zum Essen und hören von weitem das Heulen der Dingos.
Später am Abend können
wir es gar nicht erwarten zum
Imalung-outlook
zurückzugehen und was wir da
sehen, ist der schönste Sternenhimmel, den wir je in unserem Leben gesehen
haben. Das Firmament spannt sich wie ein riesiges Zelt über uns, der
Himmel ist bedeckt von funkelnden Sternen. Man denkt wohl schwarz ist schwarz,
aber weit gefehlt, dieses Schwarz ist das tiefste Schwarz, dass ich je gesehen
habe, die Sterne sehen aus wie Brillianten und scheinen zum Greifen nahe. Es
sieht aus also ob Gott Diamanten auf schwarzen Samt gestreut hätte.
Zum ersten Mal sehen wir das
Southern Cross (das Kreuz des
Südens).
Ich fühle mich wie eine Prinzessin, die in Juwelen und Edelsteinen badet.
Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl dort zu stehen.
Uluru
Uluru ist
die Bezeichnung der Aborigines dafür, was die Welt als Ayers
Rock kennt. Der Berg wurde nach Ayer, dem Premierminister in den
späten 1880ern von Südaustralien, benannt. Ayers Rock ist
geschützt durch ein Abkommen zwischen den ursprünglichen
Eigentümern (den Aborigines) und dem eurpäisch verwalteten National
Park.
The Park, welcher als Uluru National Park
bekannt ist, liegt in der mittleren australischen Wüstenregion ca. 450 km
südlich von Alice Springs und umfasst einer der grössten Monolithen
der Welt.
Freitag 15. April. Heute wollen wir uns einen Sonnenaufgang am Ayers Rock ansehen. Es ist 5.30 Uhr morgens, dunkel und kalt. Wir nehmen einen Bus, der an der Westseite des Berges anhält. Langsam beginnt es Tag zu werden. Ayers Rock liegt dunkel vor uns, beginnt sich aber langsam rötlich zu färben. Wir warten. In dem Moment, als die Sonne über den Horizont steigt, setzt sich das prachtvolle Farbenspiel fort. Der Berg verfärbt sich in grelles Orange, die Grillen beginnen zu zirpen und es scheint, dass das ganze Land um uns zum Leben erwacht. Alles sieht irgendwie unwirklich aus und die Farbenpracht ist fast nicht zu glauben, man kommt sich vor wie in einem Film.
Mittlerweile ist es sehr heiss
geworden, wir fahren wir weiter zur Ostseite um am Fusse des Berges
herumzuwandern. Wir kommen am sogenannten climb-point vorbei und sehen, wie
Horden von Menschen Ayers Rock besteigen. Wir bleiben unten, denn wir glauben,
dass Ayers Rock ein heiliger Ort ist und für die Aborigines eine
spirituelle Bedeutung hat. Er gehört ihnen. Mir reicht es schon, diese
vielen Menschen hinaufsteigen zu sehen. Ayers Rock wird unglaublich stark
vermarktet.
So machen wir uns auf den Weg, um Höhlenmalereien zu
sehen. Die Gegend um uns ist eine Pracht. Obwohl es hier draussen so trocken
ist, ist die Flora grossartig und zeigt sich in einem satten Grün. Ich
könnte den ganzen Tag hier bleiben..........habe ich das etwa schon einmal
woanders erwähnt?
Hier ist ein schmaler Weg, der zu einer Höhle
führt. Wow, nun haben wir Höhlenmalereien entdeckt, sie sind absolut
eindrucksvoll. Die Malereien lassen mich darüber nachdenken, was die
Aborigines wohl versuchten hier auszudrücken. Ich lasse meine Gedanken
schweifen und kann fast die Gegenwart der Aborigines wahrnehmen.
Viele
Menschen sind der Ansicht, die Aborigines wären weltfremd und altmodisch
gewesen. Ich denke, sie waren uns weit voraus. Sie brauchten weder Technologie
noch Elektrizität. Sie hatten ihren natürlichen
Überlebensinstinkt. Aborigines kannten keinen Stress und lebten ihr Leben
wie es eben war. Sie wussten, wann es Zeit war zu gehen, wann sie ihre Aufgabe
erfüllt hatten und verliessen ihren Stamm um alleine und in
Abgeschiedenheit draussen in der Wüste zu sterben. Ich glaube, Aborigines
hatten aus ausgefülltes und zufriedenes Leben.
Ich wünschte,
mehr Menschen würden ein bisschen denken wie die Aborigines und
würden jeden Tag ihres Lebens mit einer Intensität leben, als ob es
der Letzte wäre und sich nicht soviele Sorgen um Nichts machen.
In
diesem Moment hier an diesem spirituellen Ort weiss ich, dass ich einen Teil
dieser Denkweise für immer in mir tragen werde.
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In each of us there is a spirit
that longs to connect with an empty desert sky and here at Uluru there's
something very special that draws so many people from all over the world.
Out here, beneath an endless outback sky, you can stop almost anywhere for an
hour, a day, or a week. You can sleep beneath the stars. You can follow tracks
in the sand all day long, or sit back in long grass and marvel at the
intricacies of a flower. You can do all of those things, but most of all you
can roam with a sense of total freedom.
By Steve Parish
Mehr über die Geschichte von Northern Territory
Kata Tjuta
Kata Tjuta ist die Bezeichnung
der Aborigines dafür, was die Welt als die Olga's kennt. Kata Tjuta
ist geschützt durch ein Abkommen zwischen den ursprünglichen
Eigentümern (den Aborigines) und dem eurpäisch verwalteten National
Park.
The Park, welcher als Uluru National Park
bekannt ist, liegt in der mittleren australischen Wüstenregion ca. 450 km
südlich von Alice Springs und umfasst einer der grössten Monolithen
der Welt.
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Samstag, 16. April. Wir werden
uns heute einen dieser wunderschönen Sonnenaufgänge draussen bei den
Olga's ansehen. Mit sechs anderen Leuten fahren wir in einem kleinen Bus hinaus
in den Park. Hier und da halten wir an, die sehr freundliche Begleiterin
erklärt uns die verschiedenen Pflanzen und Spuren der Tiere im Sand. Es
ist 17 Uhr, wir haben noch genügend Zeit bis zum Sonnenuntergang, deshalb
verweilen wir auf einem Aussichtspunkt, wo wir von weitem die Olga's und zu
unserer Linken Ayers Rock sehen können.
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Sobald wir uns den Olga's
nähern, weiss ich dass diese Felsen noch beeindruckender sind als Ayers
Rock. Meine Freundin und ich setzen uns auf eine Bank etwas entfernt von den
anderen Leuten, die Felsen vor uns. Wir betrachten still die Olga's. In diesem
Moment überkommt mich ein komisches, jedoch bekanntes Gefühl. Ich
erinnere mich an meine Kindheit und die Träume die ich damals oft hatte.
Sie handelten immer von grossen runden Felsen, welche mir Angst
einflössten. Oder ich träumte davon immer wenn ich vor etwas Angst
hatte. Ich weiss es nicht. Plötzlich aber, auf die Olga's blickend,
fühle ich diese Angst nicht mehr, ein Gefühl der Wärme
duchströmt meinen Körper, es ist ein Gefühl des Heimkommens.
Ein starkes Charisma geht von diesen Felsen aus, welches mich tief beeinflusst.
Es ist ein unglaubliches, unbeschreibliches Gefühl..........ich fühle
mich unendlich frei, jedoch gleichzeitig geborgen. Genau hier und jetzt weiss
ich, dass ist der
Spirit of Australia
Als nun die Sonne langsam
versinkt, verändert sich die Farbe der Olga's so sehr, dass es unwirklich
aussieht. Wir können es nicht fassen, sind so tief ergriffen und konnten
Tränen nicht zurückhalten.
Vielleicht werden einmal schlechte,
traurige Zeiten in meinem Leben kommen, aber ich werde diesen Abend und die
Gefühle draussen bei den Olga's nie vergessen und werde mich immer dann
daran erinnern. Ich weiss, das wird helfen.
Feel the wind below
ice-cold on your bare skin.
Feel the stones
sharp beneath your
feet.
Feel your tears dry
from a thousand years
with the hot wind
west-blown
from another scorching day,
in the valley of domes
where
once you could hear small children play.
Stop, look, listen
and you
will feel the tears.
By Steve Parish
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